Weinproduktion – Wie wird Wein hergestellt ?

Das kleine Einmaleins der Weinproduktion

Sie möchten endlich etwas tiefer in die hohe Kunst der Weinverkostung einsteigen und den Geheimnissen jedes einzelnen Erzeugnisses auf den Grund gehen? Dann erweist sich eine Untersuchung des jeweiligen Ursprungs der einzelnen Marken als besonders vorteilhaft.

Konkret bedeutet dies, dass Sie sich mit der Frage auseinandersetzen, wie Wein eigentlich genau hergestellt wird. Welche Faktoren sind dabei zu berücksichtigen und woraus setzen sich die einzelnen Schritte zusammen, die für die Herstellung eines jeden Weines bezeichnend sind?

Die folgenden Abschnitte bieten Ihnen einen kleinen Einblick in die Prozesse, die sich hinter den Kulissen einer Weinkellerei abspielen.

Die Art der Weinproduktion als qualitätsgebender Faktor
Bei der Herstellung von Wein zählt jeder einzelne Schritt. Kommt es hier zu Unachtsamkeiten, so hat dies gravierende Auswirkungen auf die Qualität des jeweiligen Weines. Erkennbar wird eine an den Tag gelegte übermäßig große Sorgfalt in Verbindung mit hochwertigen Trauben durch verschiedene Eigenschaften. Dazu zählen unter anderem der Geschmack und Geruch des Weines, seine Farbe und Lagerfähigkeit sowie die Länge und Intensität des Abganges. Die Elemente, die wiederum maßgeblich an der Weinerzeugung beteiligt sind, setzen sich aus einem bunten Potpourri an Faktoren zusammen. Boden, Klima und Rebsorte sowie Kreativität, Erfahrung und Know-how auf Seiten der Weinbauern sind nur einige davon. Qualitätserzeugnisse der heutigen Zeit punkten zudem aufgrund des harmonischen Gleichgewichtes aus moderner Technik und traditioneller Weinanbaukunst.

Die Weinproduktion aus weißen Trauben

Vorab ist an dieser Stelle darauf zu verweisen, dass sich die Produktion von weißen und roten Weinen nur in wenigen Punkten voneinander unterscheidet.

In diesem Absatz soll jedoch der Schwerpunkt auf der Herstellung von weißen Weinen liegen. Den Anfang macht hier das schonende Einfahren der Trauben, im Fachjargon ‚Lesen‘ genannt. Beim anschließenden Rebeln werden die Beeren und Stile voneinander getrennt. In einem dritten Schritt erfolgt die Aromagewinnung durch das Zerquetschen der Beeren. Dieser Prozess wird als ‚Maischen‘ bezeichnet. Verschiedene Qualitätsstufen erreichen Sie durch die Auswahl aus drei Pressstufen. Die Spitze bildet hier der sogenannte Seihmost als hochwertigster Wein. In dem nächsten Schritt folgt die Umfüllung in Gärbebehälter. In dieser mehrere Wochen andauernden Phase sorgt die Reinzuchthefe dafür, den Zucker in Kohlensäure und Alkohol umzuwandeln. Bevor der Wein in Stahltank oder Holzfass heranreift, wird er behutsam vom Geläger abgezogen.

Das rote Pendant: die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Als unverkennbar und daher unverzichtbar erweist sich bei der Herstellung von Wein aus roten Trauben die Färbung. Entsprechend ist sowohl der Prozess des Rebelns als auch des Maischens zwingend erforderlich. Bei Letzterem werden der Beerenhaut die rötlichen Farbpigmente entzogen. Dies erfolgt durch den Vorgang des Zerquetschens, der durch die Zerstörung der Beerenhaut den Farbstoff freigibt. Grundsätzlich unterscheidet sich die Produktion von roten Weinen von ihrem weißen Pendant durch den längeren Zeitaufwand, den jeder einzelne Schritt mit sich bringt. Dies umfasst unter anderem das Rebeln, Zerquetschen, Maischen und Gären der Beeren. Aufgrund der langen Gärzeit ist von den Winzern besonderes Fingerspitzengefühl bei der Korrektur von potentiellen Fehlern sowie der Stabilisierung der Weine gefordert. Letztere lässt sich durch den Einsatz von Schwefel erreichen. Die sogenannte Gerbstoffschönung wiederum findet mithilfe von echtem Eiklar statt. Dabei werden Optik, Aromatik und Haltbarkeit perfektioniert. Den Abschluss bildet die Entfaltung eines runden, vollmundigen Aromas durch die Barrique-Lagerung.

Schreiben Sie einen Kommentar