Das richtige Weinglas finden

Sie beginnen gerade erst Ihre Reise in die faszinierende Welt des Weines? Dann wird Ihnen Vieles aufregend neu und zuweilen vielleicht auch etwas verwirrend erscheinen. Ein wahres Mysterium ist in diesem Zusammenhang die Wahl des richtigen Weinglases. Schließlich scheint es sich hier tatsächlich um eine höhere Kunst der Weinkunde zu handeln, die Neulingen noch verschlossen bleibt. Dabei taucht immer wieder dieselbe Frage auf: Warum erachtet ein Großteil der Weinkennerinnen und Weinkenner einen Fehlgriff in der Weinwahl schon nahezu als einen Akt der Blasphemie? Und welche Gläser benötigen Sie nun wirklich, um unvergessliche Geschmackserlebnisse zu garantieren?

Das kleine Einmaleins eines klassischen Weinglases

Vorab lautet die gute Nachricht: Sie brauchen keine extrem hohen Unkosten in Kauf zu nehmen, um Ihren Geschmacksnerven Erlebnisse der Superlative zu bescheren. Spezielle Glasvorgaben für jeden einzelnen Wein richten sich in erster Linie an Profis. Entsprechend erweist sich für den Anfang eine sorgfältig ausgewählte, gut überschaubare Ansammlung an Weingläsern als vollkommen ausreichend.Doch welche Produkte kommen hier in die engere Wahl? An welchen Eigenschaften lässt sich ein ‚optimales‘ Weinglas erkennen und was gibt es außerdem beim Kauf zu beachten? Bei der Beantwortung dieser Fragen bietet der Aufbau eines Weinglases eine gute Orientierungshilfe. Fuß, Stiel und Kelch: So lauten die drei Elemente, von denen eine perfekte Balance erwartet wird. Denn ist hier das Gleichgewicht gestört, so kann sich der edle Tropfen Ihrer Wahl nicht entfalten, wie dies von einem Wein der Extraklasse erwartet wird. Stiel und Kelch spielen eine wichtige Rolle, wenn es um die Bildung von Aromen geht. Schließlich sind Letztere unmittelbar mit der Temperatur verbunden. Umfassen Sie also den Kelch, so besteht das Risiko, dass die Wärme Ihrer Hand den Geschmack verfälscht. Eine grundlegende Regel in Bezug auf den Weingenuss lautet folglich: Halten Sie ein Weinglas immer an Fuß oder Stiel und unter keinen Umständen am Kelch!

Warum das passende Glas beim Weingenuss unentbehrlich ist

Doch nicht nur die Temperatur spielt eine maßgebliche Rolle bei der Entfaltung der individuellen Geschmacksnuancen eines Weines. Auch die Form des Kelches entscheidet darüber, in welchem Ausmaß Sie seinen originellen Charakter entdecken. Schlank, bauchig, weit geöffnet oder eng zulaufend: Das sind einige der wichtigsten Optionen, die Ihnen bei der Wahl eines Weinglases zur Verfügung stehen. Doch welche Variante eignet sich nun für welchen Wein? Rotweine benötigen einen bauchigen Kelch, der für eine angemessene Belüftung sorgt. Diese wiederum bringt vor allem vielschichtige Aromen besser zur Geltung. Hier gilt die Grundregel: Je vielfältiger das Aroma, desto voluminöser sollte der Kelch sein.
Da der Wert von Weißweinen von einer guten Temperierung abhängt, rückt hier der Stiel ins Zentrum des Interesses. Während der Kelch vergleichsweise klein und nur angedeutet bauchig ist, sollte der Stiel so konstruiert sein, dass er einen sicheren Halt bietet. Die geringe Füllmenge, die in ein Weißweinglas passt, ist beabsichtigt, um gekühlten Genuss bis zum letzten Tropfen zu garantieren.

Standard Rotweingläser: die solide Grundausstattung für Einsteiger

Um exquisiten Wein in ganz großem Stil zu genießen, genügt für den Anfang ein klassisches Set aus Rotweingläsern. Bevorzugen Sie bereits eine spezielle Rebsorte, so können Sie langsam damit beginnen, Gläser zu erwerben, die eigens dafür hergestellt wurden. Abgesehen davon lassen sich die Gläser für Rotwein auch für weiße Weine nutzen. Wenn Sie diese nur zur Hälfte füllen, stellen Sie sicher, dass die Temperatur erhalten bleibt. Zudem brauchen Sie auf diese Weise nicht auf den Genuss verschiedener Weine zu verzichten, nur um Kosten einzusparen.
Auch hinsichtlich der Materialwahl sind Ihre persönlichen Präferenzen ausschlaggebend. Klar, glänzend und klingend: So präsentiert sich das hochwertigere Kristallglas. Um diesen Attributen gerecht zu werden, bedarf es jedoch einer ganz besonderen Pflege und Politur. Bleikristall wiederum punktet aufgrund seiner vergleichsweise hohen Bruchfestigkeit.

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