Weinanbau in Afrika – Der Kontinent der fruchtbaren Böden und Legenden

Weinanbau in Afrika: Daten, Fakten und Legenden
Geht es um den Weinbau in Afrika, so übernimmt Südafrika nicht von ungefähr die Vorreiterposition. Schließlich erstreckt sich das Erfahrungsspektrum der hiesigen Winzer über einen Zeitraum von mehr als 350 Jahren. Angesichts der Fruchtbarkeit der Böden und der vorteilhaften klimatischen Bedingungen verwundert es nur wenig, dass hier einige der besten Trauben heranreifen.

Ein Blick zurück: von den Anfängen bis heute

1655: So lautet das historische Datum, das den Beginn einer bewegten Geschichte des Weinbaus in Afrika markiert. Ort des Geschehens ist der in Südafrika gelegene Tafelberg. Denn hier werden die ersten Reben gepflanzt, aus denen der Holländer Jan van Riebeeck nur vier Jahre später den legendären Kapwein keltert. Von diesem Urgewächs großer südafrikanischer Weine ist es nur ein Katzensprung zu neuen Ufern oder genauer zu einer rasanten Entwicklung der südafrikanischen Weinproduktion.

Maßgeblich beeinflusst wird diese von unterschiedlichen Nationalitäten und Strömungen. Nach der Grundsteinlegung durch die Niederländer bereichern die Franzosen die noch in den Kinderschuhen steckende südafrikanische Weinlandschaft.

Im 18. Jahrhundert wachsen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad des Kapweines über die Landesgrenzen hinaus. Das Jahr 1795 wiederum bezeichnet die Veröffentlichung einer poetischen Würdigung edler südafrikanischer Weine durch den Dichter F. G. Klopstock. Zu den wohl bekanntesten Liebhabern der Erzeugnisse des südafrikanischen Weingutes „Groot Constantina“ zählen Persönlichkeiten wie Bismarck und Napoleon.

Bis zum Jahre 1861 findet der südafrikanische Wein nicht zuletzt aufgrund des durch die Briten untersagten Handels mit Frankreich reißenden Absatz. Einen ernsten Rückschlag erfahren der afrikanische und europäische Weinbau gleichermaßen durch den Reblausbefall Ende des 19. Jahrhunderts sowie die damit einhergehenden Zwangsmaßnahmen.

Weitere wichtige Stationen der südafrikanischen Weinbaugeschichte sind die Gründung einer Vereinigung südafrikanischer Winzer, kurz KWV genannt, im Jahre 1918, sowie der Aufstieg des halbtrockenen Weißweines Lieberstein zum weltweit meistverkauften Markenwein.

Das Jahr 1990 markiert mit der Freilassung Nelson Mandelas und dem damit verbundenen Ende der Handelssanktionen einen weiteren grundlegenden Meilenstein in der Geschichte der Kapweine. Zusammen mit einer neuen Strömung im südafrikanischen Weinbau hin zu einer Steigerung der Qualität bei gleichbleibend erschwinglichen Preisen handelt es sich hier um die entscheidende Wende, die den Erzeugnissen des Regenbogenlandes zu internationalem Ruhm verhilft.

Südafrikanische Weine, die die Welt erobern

In Zahlen ausgedrückt sind etwa 60 Prozent der rund 102.000 Hektar umfassenden Rebfläche internationalen Sorten wie Sauvignon Blanc, Merlot, Cabernet Sauvignon, Chardonnay und Shiraz vorbehalten. Die Echtheit von Herkunft, Jahrgang und Traubensorte südafrikanischer Weine ist an dem Siegel ‚Wine of Origin‘ erkennbar.

Eine Vorbildfunktion in Sachen Naturschutz nehmen die südafrikanischen Winzer unter anderem seit der Gründung der ‚Biodiversity & Wine Initiative‘ im Jahre 2005 ein. Belohnt werden sie für ihr Engagement mit einer kontinuierlich wachsenden Anzahl begeisterter Kundinnen und Kunden sowie mehrerer begehrter Auszeichnungen weltweit namhafter Preisverleiher.

In der Kategorie renommierter südafrikanischer Kellereien ist vor allem der Verbund „Welmoed Winery“ hervorzuheben. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss fortschrittlicher südafrikanischer Winzer, die für den innovativen, modernen Weinbau am Kap stehen.

Eine in diesem Zusammenhang nicht zu versäumende Welmoeder Kreation ist der Shiraz Rotwein, Jahrgang 2015, den Sie auch in unserem Online-Shop finden. Harmonisch und elegant lässt sich der rubinrot im Glas funkelnde Wein unter anderem zu Käse, dunklem Fleisch, Wild und Gemüse genießen.

 

Unsere Empfehlung:

Südafrika Stellenbosch – Welmoed Shiraz Rotwein

Schreiben Sie einen Kommentar