Die Toskana

Die Toskana als ‚Wiege‘ großer italienischer Weine

Die Toskana genießt nicht nur aufgrund ihrer landschaftlichen Schönheit, sondern auch aufgrund ihrer exquisiten Weine weltweiten Bekanntheitsgrad. Vor allem der Chianti gilt als Markenzeichen dieser fruchtbaren italienischen Weinregion. Die Liebe zum Wein und Weinbau ist tief mit dem Landstrich verwurzelt und reicht Jahrhunderte zurück. Neben dem Klassiker Chianti stehen auch Brunello und Morellino für typischen toskanischen Weingenuss.

Optimale Rahmenbedingungen: das Erfolgsrezept für die Herstellung erstklassiger toskanischer Weine

Landschaftlich reizvoll, historisch bewegt und kulturell vielseitig: So präsentiert sich eine der schönsten Regionen des sonnenverwöhnten Italiens. Während die Hauptstadt der Weinregion, Florenz, mit einzigartigen Kunst- und Kulturschätzen lockt, bietet der sich entlang der ligurischen Küste erstreckende Landstrich Naturliebhabern ein aufregendes Potpourri an unterschiedlichen Impressionen. Von idyllischen Dörfern über sanfte Hügel bis hin zu endlosen Stränden umfasst die Toskana alles, was man sich von dem südeuropäischen Land nur erträumen mag. Natürlich darf in dieser Aufzählung auch der Wein nicht fehlen. Schließlich zählt die Toskana selbst auf internationaler Ebene zu einer der bekanntesten Weinbauregionen. Im Netzwerk der ‚Great Wine Capitals‘ ist sie bzw. ihre Hauptstadt Florenz in Sachen Weinherstellung die einzige Botschafterin ihres Landes.Eine intensive Sonneneinstrahlung, ausreichend Regen und ein kalkhaltiger Boden: So lautet das Trio, das jene erlesenen Weine hervorbringt, die nicht nur aufgrund ihrer hohen Qualität, sondern auch aufgrund ihrer individuellen Note überzeugen.

Lage und typisch toskanische Rebsorten

Vino Nobile, Brunello und Chianti: Das sind nur einige der Namen, die Weinkenner in Verzücken versetzen. Ihren Ursprung haben sie auf der rund 65.000 Hektar großen Fläche, die in der Toskana dem Weinbau vorbehalten ist. Zwei Drittel der Weinberge befinden sich in Höhenlagen, die sich zwischen 100 und 500 Metern bewegen.Als Favorit der Weinregion gilt mit Abstand der Rotwein. Dieser wird aus verschiedenen traditionellen Rebsorten gewonnen. Allen voran ist hier die Sangiovese-Rebe zu nennen, die die Grundlage für klassische toskanische Weine wie den Chianti und den Sangiovese Grosso bildet. Brunello, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot und Prugnollo Gentile zählen ebenfalls zu den berühmten toskanischen Rebsorten. Auf der Liste der weißen Rebsorten dominieren Trebbiano, Vernaccia, Vermentino, Malvasier und Chardonnay.

Regionen, die die bekanntesten toskanischen Weine hervorbringen

Um eine genaue Zuordnung zu erleichtern ist die Toskana in verschiedene Weinlandschaften unterteilt. Kriterien sind hier vor allem die geographischen und geologischen Bedingungen sowie die jeweils vorherrschenden Rebsorten bzw. die daraus gewonnenen Weine.Als Symbol der Toskana kommt dem Chianti Classico verständlicherweise eine ganz besondere Bedeutung zu. Erzeugt wird er in dem zwischen Sienna und der südlichen Grenze der Provinzhauptstadt Florenz liegenden Gebiet. Strenge Vorschriften, die im Einklang mit der traditionellen Rezeptur stehen, sind bei der Herstellung dieses legendären Tropfens bezeichnend. Konkret bedeutet dies, dass ausschließlich auf hier angebaute Rebsorten zurückgegriffen wird, die Kombination mit importierter Ware folglich tabu ist. Neben Sangiovese-Trauben als Hauptbestandteil enthalten Chianti-Rotweine in der Regel auch einen minimalen Anteil an weißen Rebsorten, darunter Malvasia und Trebbiano und bis zu maximal 10 Prozent rote Trauben, allen voran Merlot und Cabernet Sauvignon.

Monferrato: Hinter diesem wohlklingenden Namen verbirgt sich wiederum der Landstrich, der sich im Südosten der toskanischen Provinz befindet und mit fruchtig-frischen Weinen auf sich aufmerksam macht. Hier dominiert die Rebsorte Prugnolo Gentile, die in einem exklusiven Mikroklima runde Rotweine sowie facettenreiche Cuveés hervorbringt.

Vom Süden der berühmten Weinbauregion bis zum Norden Latiums reicht ein weiteres wichtiges Weinanbaugebiet. Jung, innovativ und erfolgshungrig: Das sind nur einige der Atttribute dieses mal als Maremma, mal als Provinz Grosseto bezeichneten Landstriches. Denn seit den 1980er Jahren befindet sich dieses Gebiet in puncto Weinanbau unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Das Ergebnis sind exklusive Weine, die nicht nur auf nationaler Ebene, sondern weltweit für Begeisterung sorgen.

Die prachtvolle Stadt Montepulciano wiederum ist als bekanntes Weinanbaugebiet ein Synonym für den hier erzeugten Vino Nobile, der Ort Montalcino wird mit den weltweit besten Brunello-Weinen gleichgesetzt und die Region Bolgheri trumpft mit dem berühmten Sassicaia.

‚Heiliger Wein‘ und ‚Super-Toskaner‘ als schmackhafte Kuriositäten der Toskana

Ein zeitloser Klassiker der toskanischen Weinlandschaft ist der Vin Santo, was übersetzt ‚heiliger Wein‘ bedeutet. Hergestellt wird der traditionelle Dessertwein aus rosinierten Trauben, die auf Matten aus Stroh oder Schilf an der Luft getrocknet werden. Gereicht werden kann der Vin Santo sowohl zu Süßspeisen als auch zu herzhaften Gerichten oder delikaten Snacks, zumal er nicht nur in süßer, sondern auch in trockener und halbtrockener Variante erhältlich ist.Zu guter Letzt ist noch auf jene erlesenen italienischen Tafelweine zu verweisen, die allgemein unter der Bezeichnung ‚Super Tuscans‘ bzw. ‚Super-Toskaner‘ gehandelt werden. Der Hauptgrund für diesen Titel liegt in der im Vergleich zu herkömmlichen Tafelweinen weitaus höheren Qualität.

Die Toskana als Weinbauregion mit großer Geschichte und Zukunft

Qualität und Exklusivität sind einige der wichtigsten Eigenschaften, die die toskanischen Weine groß gemacht haben. Doch die hiesigen Winzer ruhen sich nicht auf vergangenen Erfolgen aus, sondern entdecken und kultivieren immer neue toskanische Provinzen für den Weinbau, so dass Weinliebhaber weiterhin auf neue originelle Erzeugnisse aus der Region gespannt sein dürfen.

 

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